Donnerstag, 21. Juli 2016

Rezension - Die Wunscherfüllerin - Holly Doe Harrington



Inhalt
Die zweiunddreißigjährige Mabel führt ein beschauliches Leben im englischen Wilshire. Sie hat den Kopf voller Zukunftspläne, die sie eines Tages verwirklichen will – bis sie aus heiterem Himmel eine Nachricht erhält, die ihr Leben völlig aus der Bahn wirft.
Mabel muss erkennen, dass sich ihre Träume und Hoffnungen nicht mehr erfüllen werden und hadert mit ihrem Schicksal. Was soll sie mit der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, anfangen?
Da kommt ihr eine wunderbare Idee …


                                                                                             Cover
Das Cover dieses Romans empfinde ich als passend gewählt. Man sieht eine Frau in ihrer Rückansicht mit einem Koffer in der rechten und bunten Luftballons in der linken Hand. Die abgebildete Frau geht einen Feldweg entlang, vielleicht ihre letzten Schritte auf einer Reise. In der Traumdeutung stehen Luftballons am Horizont für unverwirklichte Pläne und unerfüllte Träume und symbolisiert somit auch den Inhalt des Romans.

Meine Meinung
Obwohl ich aufgrund meines Berufes und meiner eigenen Erfahrung mich von Büchern mit ernsteren Themen fernhalte, wollte ich mich diesem schwierigen Thema und der Story dieses Buches doch stellen, nachdem ich die Anfrage zur Rezension der Autorin bekam.
Der Roman beginnt mit dem Arztbesuch der Protagonistin, der letztendlich eine schockierende Erkenntnis für sie bereithält. Doch wie geht man mit einer Diagnose um, die einem letztendlich das Leben kosten wird?!
Die Autorin hat hier sowohl die Gefühle und Gedanken der Protagonistin Mabel sehr gut dargestellt als auch den Umgang mit eben diesem schweren Schicksal der Betroffenen und ihrem Umfeld. Wie ich aus eigenen Erfahrungen weiß, stellen schicksalhafte Diagnosen nicht nur die betroffene Person selbst vor Herausforderungen sondern ebenso Freunde, Familie und Bekannte, was die Autorin hier gut umgesetzt und in die Geschichte eingebunden hat. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die ebenso vom Schicksal belasteten Charakteren, die Mabels verbliebene Zeit bereichern und ihr in gewisser Weise mehr Freundschaft und Verständnis entgegen bringen als es die bisherigen je könnten. In diesem Roman finden sich so viele Wahrheiten in den Gedanken und Gefühlen der Erkrankten, den Umgang des Umfelds mit eben diesen und der Veränderung in dem Denken dieser gegenüber dem Umfeld und der Umwelt. Die Autorin bietet hier einen gelungenen Einblick und kann vielleicht so manchen Leser zu einem kleinen Umdenken bewegen. Zu oft werden diese ernsten Themen in unserer Gesellschaft totgeschwiegen oder gar verdrängt. umso wertvoller macht es diese Geschichte in der sensibel, aber realitätsnah damit umgegangen wird.
Besonders schön fand ich auch die Idee der kleinen eingebauten Liebesgeschichten, die mich letztendlich stets auf Besserung und ein Wunder hoffen ließen trotz der sehr ernsten Thematik und den Umständen.

Mit diesem Roman hat die Autorin eine komplette Reihe an Gefühlen während des Lesens in mir hervorgeholt, wie ich es nur selten erlebt habe, was vor allem an der Geschichte aber auch an dem tollen Schreibstil der Autorin liegt.

Noch immer ergriffen von dem Roman und dem Bewusstsein jeden Tag bewusst zu genießen, beende ich „Die Wunscherfüllerin“, um hoffentlich auch im realen Leben einigen Menschen bewusster zu begegnen und mehr Konfetti und Luftballons ins Leben zu holen.

Zitat
Und ich habe etwas begriffen.“
Dass es wichtiger ist, glücklich zu sein, als wütend zu sein.“

Bewertung
Ein Roman mit gefühlvollem Inhalt in ernsten Themen verpackt. Bewegend und Rührend.

Einen ganz lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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