Freitag, 10. Februar 2017

Rezension - Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen - J. Lynn

 

Klappentext
TRAUMPAAR WIDER WILLEN
Was Madison Daniels auch versucht, Chase Gamble geht ihr einfach nicht aus dem Kopf. Wie auch, bei seiner charmanten Art und einem Lächeln, das verboten gehört – wie eigentlich alles an ihm. Und seit Chase ihr deutlich zu verstehen gegeben hat, dass Beziehungen für ihn ein rotes Tuch sind, geraten sie bei jeder Gelegenheit aneinander. Da Chase jedoch der Trauzeuge ihres Bruders ist, wollen beide das Kriegsbeil wenigstens für die paar Tage begraben – bis sie erfahren, dass das Hotel völlig ausgebucht ist und sie sich eine romantische Hochzeitssuite teilen müssen …

Meine Meinung
Schon in Kindertagen war Madison Daniels in Chase Gamble, den besten Freund ihres Bruder verliebt. Doch seit eines verheißungsvollen Kusses, hat Chase ihr zu verstehen gegeben, dass eine Beziehung insbesondere mit Maddie nie bestehen wird. Trotzdem kann Maddie, den jungen Mann, der einst auch hier Freund war, nicht vergessen. Auf der Hochzeit ihres Bruders, bei der sie sowohl Trauzeuge als auch Brautjungfer sind, treffen sie wieder aufeinander und müssen sich in dem völlig ausgebuchten Hotel ein Zimmer teilen. Ein paar Tage in denen sie ihren Streit begraben und sich mehr denn je zueinander hingezogen fühlen.

Als ich das Buch von J. Lynn in der Vorschau des LYX-Verlags entdeckte, war ich ganz gespannt auf die Geschichte, die sich hinter diesem tollen Klappentext verbirgt.
Leider hatte ich dann jedoch leichte Probleme mich mit dem Einsteig in die Geschichte zu vergraben und darin fallen zu lassen. Ungefähr ab der Hälfte der Story fand ich mich dann jedoch besser zurecht, was allerdings vor allem an dem flüssigen Schreibstil der Autorin und dem faszinierenden Charakter von Chase lag.
Aufgrund seines seelischen Problems, das vor allem auf den Erfahrungen seiner Kindheit basiert, erregte er von Anfang an meine Aufmerksamkeit. Leider habe ich mir aber auch vielleicht gerade deshalb viel mehr von der Geschichte erhofft und fühlte mich dann sehr schnell ernüchtert, als in dieser Hinsicht nichts mehr passierte.
Viel zu schnell, konnte Chase meiner Meinung nach seine Einstellung ändern. Ich hatte hier mehr Überzeugungsarbeit seitens der weiblichen Protagonistin erhofft. Doch da kam leider nichts. Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass beiden Charakteren der Tiefgang und vor allem Persönlichkeit fehlt. In meinem Kopf entstand während des Lesens weder ein Bild von ihnen noch das gewünschte Kopfkino. Schade.

Als Nebencharakter treten vor allem die Familien beider Protagonisstin auf. Die Gamble-Brüder (Chase Familie) scheint eine interessamte Truppe junger Männer zu sein, die in etwa alle mit den selben seelischen Problemen kämpfen. Auch wenn ich noch nicht zu hundert Prozemt sagen kann, ob ich die Reihe auch weiterhin verfolgen werde, würde ich mir doch etwas mehr Tiefgang in ihren Geschichten wünschen.

Trotz einigen Kritikpunkten konnte mich das Buch dennoch unterhalten. Es ist kein sehr anspruchsvoller Roman, weshalb ich ihn eher für etwas, nettes und kurzweiliges für zwischendurch empfehlen würde. Von mir gibt es 3 Sterne.


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