Mittwoch, 29. März 2017

Rezension - Losing me - Verliebt in meinen Stiefbruder - Christiane Bößel

 

Klappentext
Er ist heiß, er ist mysteriös und er hat ein dunkles Geheimnis …
Die 18-jährige Julia ist ein absolutes Sunny Girl und eine der beliebtesten Schülerinnen an ihrer Highschool in Kalifornien. Außerdem ist sie mit Brandon zusammen, dem Star des Football-Teams. Die beiden kann so schnell nichts auseinanderbringen. Auch nicht die drei Monate im Sommer, in denen Julia ihren Vater in Deutschland besucht. Oder doch? Was Julia nicht weiß: Ihr Vater hat eine neue Freundin, die ihren Pflegesohn Chris mit in die Beziehung bringt. Und damit auch in die Wohnung, in der Julia die nächsten Wochen leben wird. Chris ist ein echter Bad Boy ohne Manieren. Trotzdem fühlt sich Julia vom ersten Augenblick an wie magisch zu dem arroganten Draufgänger hingezogen …
Meine Meinung
Julia lebt mit ihrer Familie in den USA. Sie ist eine der beliebtesten Mädchen der Schule und zugleich die Freundin von Brandon, dem Football-Star der Schule. Doch als sie in den Sommerferien für eine paar Wochen zu ihrem Vater nach Deutschland fliegt, wird sowohl ihre Beziehung als auch ihr Lebensweg auf eine Probe gestellt. Sie trifft auf Chris, den ungehobelten Pflegesohn von Papas neuer Freundin. Eigentlich ist Julia mit Brandon glücklich, doch dieser ungehobelte junge Mann mit seinen ständigen Ausbrüchen, zieht sie wie magisch an...

Obwohl es schon so viele Storys, die sich der Liebe von Stiefgeschwistern widmen, gibt, kam ich doch nicht umhin an „Losing me – Verliebt in meinen Stiefbruder“ vorbeizugehen.

Im Großen und Ganzen hatte ich wenig Probleme in die Geschichte von Julia und Chris einzusteigen. Einzig mit dem Schreibstil mit den oft verschachtelten Sätze, die ich gegebenenfalls auch wiederholen musste, um dem Inhalt folgen zu können, musste ich zunächst einmal warm werden, weshalb ich auch erst einmal etwas ernüchtert war und überlegte die Story abzubrechen. Letzten Endes überwog die Neugier über Chris Vergangenheit und den Verlauf dieser jungen Liebe.

In Amerika ist sie eines der angesagtesten Mädchen der Schule. Doch obwohl sie so beliebt ist, steckt in Julia ein ganz normales Mädchen, dass versucht ihre Träume zu verfolgen. Immer wieder bringt die Autorin diese zwei Gegensätze, die Julia lebt, gut zum Ausdruck. Währenddessen sie sich vor allem zum Beginn der Geschichte, ihren Freunden und ihrer Familie unterordnet, nimmt Julia im Laufe ihr Leben wieder selbst in die Hand.
Doch obwohl sie dabei immer das nette und liebe Mädchen bleibt, hatte ich gelegentlich Probleme ihre Entscheidungen nachvollziehen zu können.
Ihr Stiefbruder Chris, der im Klappentext als echter Bad Boy dargestellt wird, hat zwar so seinen Reiz auf mich beim Lesen ausgeübt, allerdings weniger in der Hinsicht als Bad Boy. Aufgrund seiner Vergangenheit, die in gewisser Weise thematisiert wird, ist er vor allem eines – nämlich innerlich zerrissen und gebrochen. Trotzdem haben mir die Momente der Zweisamkeit der beiden Protagonisten doch sehr gut gefallen, weshalb ich auch sehnsüchtig auf das Happy End gewartet habe. Doch mit Julias Rückkehr in ihr altes Leben rückte dieses so sehr in den Hintergrund, dass ich schon der Verzweiflung nahe war.
Leider gab es dann zum Ende hin, einen kleinen Zeitsprung, der zwar im Epilog noch einmal erläutert wird. Ich hätte es allerdings schöner gefunden, genau diese entscheidende Szene auch miterleben zu können.

Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich trotz anfänglicher Probleme zunehmend besser zurecht, sodass ich dann in Julias und Chris Welt abtauchen konnte.

Bewertung
Losing me – Verliebt in meinen Stiefbruder“ erzählt zwar eine typische Stiefgeschwister-Story, kann zudem aber mit interessanten Hintergründen, vor allem in Chris Umfeld, punkten und betören. Man findet hier eine unterhaltsame, tiefer gehende Liebesgeschichte.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.



Vielen Dank an Forever by Ullstein für das Rezensionsexemplar via NetGalley.

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